Vor- und Nachteile der Werbewirkung der Unternehmenskommunikation über Messengerdienste

Messengerdienste wie Whatsapp und der Facebook Messenger sind für private Nutzer ein wichtiges Tool für die medienvermittelte interpersonale Kommunikation. Auch Unternehmen erkennen zunehmend die Vorteile der Nutzung in der externen Unternehmenskommunikation. Diese sollen den möglichen Nachteilen für die Werbewirkung in diesem Artikel gegenübergestellt werden.

Messengerdienste erfreuen sich weltweit hoher Beliebtheit. Längst werden Whatsapp, Facebook Messenger und Co. nicht mehr nur im privaten Kontext genutzt, sondern kommen auch vielfältig in Unternehmen zur direkten externen Unternehmenskommunikation zum Einsatz, wie im letzten Artikel erläutert. Dabei können vor allem vier Anwendungsbereiche unterschieden werden: der Einsatz zum Kundendienst und Produktverkauf, als Newsticker, zur Kundenbindung durch Kundeninformationen und zur Mitarbeiterakquise.

Neben diversen Möglichkeiten der Ansprache liegen weitere Vorteile vor allem in Bezug auf die Werbewirkung auf der Hand, welche vor dem Einsatz im MediaMix sorgfältig gegen mögliche Nachteile abgewogen werden sollten (siehe Tabelle).

Vorteile Nachteile
+ An Gewohnheiten der Nutzer orientiert – Facebook oder Whatsapp als vertraute Umgebung, kein Plattformwechsel1,2

+ direkter Dialog so sonst kaum möglich

+ zeitverzögerter Dialog möglich, kann nebenbei passieren

+ geringe Streuverluste1 durch direkte und schnelle Absprache

+ Weniger negative Reaktionen (vor allem, wenn die Kontaktaufnahme vom Nutzer ausgeht zur Problemlösung)1

+ Versenden von Texten, Bildern und Videos möglich (multi-sensorisch)

+ Potenziell wird die Kontaktaufnahme weniger störend empfunden als bei Anrufen

+ Weiterer Ausbau der Möglichkeiten der Plattformen2

– Ständig geforderte Verfügbarkeit2

– werbliche Nutzung beschränkt (Whatsapp)1,2

– Fingerspitzengefühl und Respekt der Privatsphäre gefordert! (Ausdrückliche Einwilligung der Nutzer, transparente Aufklärung, wofür Handynummer genutzt werden soll, nur relevante Informationen)2 (Whatsapp)

– Mögliche Sicherheitslücken (Whatsapp)2

 

Tabelle. Vor- und Nachteile der Unternehmenskommunikation über Messengerdienste für die Werbewirkung

Schaut man sich die obenstehende Tabelle an, sieht man bereits, dass die Anzahl der Vorteile der Unternehmenskommunikation über Messengerdienste scheinbar überwiegen. Über eine Gewichtung wird hier jedoch keine Aussage getroffen.

Vorteile: Besonders vorteilhaft für die Nutzer ist, dass sie ihre gewohnten Medienumfelder nicht verlassen müssen, sondern genau dort abgeholt werden. Das Vertrauen in den genutzten Messenger bzw. in die Plattform wirkt positiv auf das Vertrauen in das Unternehmen. Außerdem kann ein direkter Dialog kaum leichter hergestellt werden, als über Messengerdienste, wodurch extrem geringe Streuverluste entstehen. Zumindest wenn sich die Kommunikationsstrategie des Unternehmens danach ausrichtet, Ansprechpartner und Problemlöser zu sein, sind kaum negative Nutzerreaktionen zu erwarten (Achtung: ständige Verfügbarkeit und schnelle Reaktionszeit erforderlich!).

Nachteile: Bei Newstickern und der Verbreitung von Kundeninformationen über Messengerdienste sollte man die Vor- und Nachteile genauer abwägen. Da die interpersonale Kommunikation über Whatsapp und Co. etwas sehr Persönliches ist, ist hier besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Die Unternehmenskommunikation sollte nicht aufdringlich wirken, um eine negative Werbewirkung zu vermeiden.

Bei Whatsapp sind die Möglichkeiten der werblichen Kommunikation und Unternehmenskommunikation bislang beschränkt und durch Sicherheitslücken gekennzeichnet. Dennoch ist davon auszugehen, dass sowohl Whatsapp als auch Facebook ihre Nutzungsmöglichkeiten weiter ausbauen werden.

Wie jeder Werbeträger und jede Werbeform, hat auch die Unternehmenskommunikation über Messengerdienste Vor- und Nachteile. In jedem Fall bestechen Whatsapp, Facebook Messenger und Co. dadurch, dass sie einen direkten Kundenkontakt ermöglichen, ohne dass Nutzer das Kommunikationsmedium wechseln müssten.

Quellen:

  1. https://www.marketinginwestfalen.de/blog/messenger-dienste-f%C3%BCr-die-kommunikation-mit-dem-kunden
  2. http://www.moderne-unternehmenskommunikation.de/digital-communications/digital-marketing/so-nutzen-sie-whatsapp-co-fuer-ihre-unternehmenskommunikation/
Advertisements

Messengerdienste zur direkten Unternehmenskommunikation

Messengerdienste wie Whatsapp und der Facebook Messenger sind für private Nutzer ein wichtiges Tool für die medienvermittelte interpersonale Kommunikation. Auch Unternehmen erkennen zunehmend die Vorteile der Nutzung in der externen Unternehmenskommunikation. In diesem Blogartikel zeigen wir konkrete Einsatzmöglichkeiten von Messengerdiensten für Unternehmen auf.

Messengerdienste erfreuen sich weltweit und auch in Deutschland in vielen Altersgruppen – aber vor allem den jungen – hoher Beliebtheit. Whatsapp (Stand Februar 20161) und der Facebook Messenger (Stand Juli 20162) und mit weltweit je eine Milliarden Nutzer die Spitzenreiter. Viele Unternehmen nutzen daher zunehmend Messengerdienste zur interpersonalen Kommunikation und dabei verschiedene Möglichkeiten, wie im letzten Artikel beleuchtet.

Nutzungsmöglichkeiten im Unternehmenskontext (basierend auf 3, 4)

Messengerdienste können nicht nur in der Kommunikation mit anderen Unternehmensmitarbeiterinnen und -mitarbeitern eingesetzt werden, sondern auch für die externe Kommunikation mit (potenziellen) Kunden. In diesem Beitrag beziehen wir uns vor allem auf die zweite Möglichkeit (Übersicht siehe Abbildung). Dabei ist zu beachten, dass die meisten Nutzungsweisen teilweise (noch?) nicht auf beiden Plattformen (Facebook Messenger und Whatsapp) möglich sind und vor allem Whatsapp die gewerbliche Nutzung (noch?) sehr erschwert.

Messengerdienste zur direkten UnternehmenskommunikationEigene Darstellung in Anlehnung an 3,4

  1. Kundendienst und Produktverkauf: Über den Facebook Messenger und die Funktion „Messenger on Business“ ist ausgewählten US-Firmen bereits schon möglich, den Kundenservice (z. B. Beratung, Versandbestätigungen, Verfolgung von Bestellungen, Reklamationen) über Facebook statt über E-Mails abzuwickeln.
    Eine weitere Möglichkeit für den Kundensupport ist der Einsatz von Chat Bots auf Facebook. Auf diese Weise können Nutzer und potenzielle Kunden in Echtzeit Antworten auf ihre Anfragen wie z. B. Produktinformationen oder auch Reservierungen erhalten.
  2. Newsticker: Whatsapp kann vor allem für Zeitungen (aktuelles Bsp.: BILD) oder Newsdienste (Bsp.: n-tv) zur Versendung kurzer Newsletter mit aktuellen Nachrichten dienen. Die Schwierigkeit hierbei ist, dass sich die Nutzerinnen und Nutzer explizit dazu anmelden müssen und nur wirklich relevante Informationen sparsam verschickt werden sollten.
  3. Kundenbindung durch Kundeninformationen: Unternehmen haben (in Zukunft) außerdem die Möglichkeit, eigene Informationen (z. B. zu Aktionen, Gewinnspielen, Rezeptideen etc.) zu teilen, sowie einen direkten Dialog oder Nutzeranfragen (im Radio z. B. Sprachnachrichten für Musikwünsche oder Blitzermeldungen) zu ermöglichen. Damit können sich Unternehmer als erreichbare Experten positionieren und die Kundenbindung enorm unterstützen.
  4. Mitarbeiterakquise: Besonders die junge Zielgruppe der 12- bis 19-Jährigen sollte da angesprochen werden, wo sie sich aufhält und da steht Whatsapp ganz oben (95% aktive Nutzer, JIM-Studie5). Daher bieten Messengerdienste ein besonders großes Potenzial, Azubis und Trainees zu gewinnen und schon vor dem eigentlichen Bewerbungsgespräch eine persönliche Beziehung zu den (späteren) Bewerbern aufzubauen (Bsp.: Daimler-Kampagne 2015, Pro7 TraineeTalk).

Der große Vorteil dieser Nutzungsmöglichkeiten für Unternehmen liegt auf der Hand: Die Nutzer werden in ihren vertrauten Medienumfeldern abgeholt und müssen für die Kommunikation mit dem Unternehmen nicht die Plattform wechseln. Allerdings sind auch einige Nachteile zu nennen, denn der Einsatz, der sonst für sehr private Kontakte genutzten Messengerdienste, verlangt besonderes Fingerspitzengefühl.

Ob der Messengerdienst im MediaMix für ein Unternehmen erfolgsversprechend ist, muss für jeden einzelnen Fall entschieden werden. Genaueres zu den Vor- und Nachteilen sowie zu der theoretischen Werbewirkung lesen Sie im nächsten Beitrag.

Quellen:

  1. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/285230/umfrage/aktive-nutzer-von-whatsapp-weltweit/
  2. http://allfacebook.de/mobile-2/facebook-messenger-nutzerzahlen
  3. https://www.marketinginwestfalen.de/blog/messenger-dienste-f%C3%BCr-die-kommunikation-mit-dem-kunden
  4. http://www.moderne-unternehmenskommunikation.de/digital-communications/digital-marketing/so-nutzen-sie-whatsapp-co-fuer-ihre-unternehmenskommunikation/
  5. JIM Studie: https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2016/JIM_Studie_2016.pdf 

Die Funktionen und Nutzung von Messengerdiensten

Messengerdienste bieten privaten Nutzern und auch Unternehmen besonders attraktive neue Möglichkeiten der medienvermittelten interpersonalen Kommunikation. In diesem Beitrag wird die Perspektive der Nutzer von Messengerdiensten wie Whatsapp und dem Facebook Messenger unter die Lupe genommen.

Messengerdienste erfreuen sich weltweit und auch in Deutschland in vielen Altersgruppen – aber vor allem den jungen – hoher Beliebtheit (siehe Grafik Quelle1). Whatsapp (Stand Februar 20162) und der Facebook Messenger (Stand Juli 20163) und mit weltweit je eine Milliarden Nutzer die Spitzenreiter.

Apps dieser Art werden – als eine Möglichkeit für die medienvermittelte interpersonale Kommunikation – über Smartphones oder PCs vor allem zum Beziehungsmanagement genutzt. Auch über Entfernungen hinweg helfen sie, mit Personen in Kontakt zu treten oder zu bleiben (siehe letzter Blogbeitrag).

Dabei bieten Whatsapp und Facebook verschiedene Nutzungsmöglichkeiten, abhängig von Unterscheidungsmerkmalen wie dem genutzten Endgerät, dem Kontext der Nutzung, der Anzahl der Kommunikationsakteure und den genutzten Funktionen (visualisiert in Tabelle 1).

Tabelle 1. Nutzungsmöglichkeiten von Messengerdiensten

Tabelle 1_Nutzungsmöglichkeiten von Messengerdiensten

Eigene Darstellung basierend auf4

Nicht nur private Nutzer schätzen die Nutzungsmöglichkeiten von Messengerdiensten, sondern auch vermehrt Unternehmen. Bei Facebook ist dies in vielerlei Hinsicht möglich. Bei Whatsapp hingegen ist derzeit die werbliche Nutzung der App (noch) untersagt. Welche Möglichkeiten es für Unternehmen gibt, in direkte Kommunikation mit den Kunden über Messenger zu treten, werden wir im nächsten Beitrag beleuchten.

Quellen:

  1. http://de.statista.com/infografik/3975/messenger-nutzung-in-deutschland/
  2. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/285230/umfrage/aktive-nutzer-von-whatsapp-weltweit/
  3. http://allfacebook.de/mobile-2/facebook-messenger-nutzerzahlen
  4. http://www.moderne-unternehmenskommunikation.de/digital-communications/digital-marketing/so-nutzen-sie-whatsapp-co-fuer-ihre-unternehmenskommunikation

Medienvermittelte interpersonale Kommunikation aus Nutzerperspektive

Werbetreibende Unternehmen nutzen medienvermittelte interpersonale Kommunikationskanäle zum Teil schon sehr lang. Durch Soziale Medien und Smartphones ergeben sich oft neue Möglichkeiten. Die Seite der Nutzungsweisen von interpersonaler Kommunikation wird in diesem Beitrag beleuchtet.

Medienvermittelte interpersonale Kommunikation – oft basierend auf Sozialen Medien und / oder der Smartphonenutzung – hat für Rezipienten eine ganz zentrale Funktion: Beziehungsmanagement. Vor allem in Zeiten von oft beruflich bedingten Fernbeziehungen und Auslandsaufenthalten, wo echte Face-to-Face Kommunikation Mangelware ist, tragen mobile- und Onlinemedien erheblich dazu bei, diese Lücke zu verringern. Denn durch medienvermittelte Kommunikation fühlen sich die meisten Nutzerinnen und Nutzer räumlich sehr nah und diese wird – vor allem von jungen Nutzern, die mit SMS, Whatsapp, Skype und Co. aufgewachsen sind – (fast) wie Face-to-Face Kommunikation wahrgenommen. Überprüfen Sie mal an sich selbst: Können Sie immer von allen privaten Informationen sagen, ob sie diese medienvermittelt oder Face-to-Face erhalten haben?

Was gehört denn alles zur medienvermittelten interpersonalen Kommunikation?

Die älteren Formen davon sind sicherlich Briefe und Festnetztelefonie. Die heutigen digitalen Formen wie Messengerdienste, Fotoapps und Videotelefonie wirken wahrscheinlich (besonders stark) wegen der Nutzung über das Smartphone, welches als Verlängerung des Armes zum Körper dazugehört. Das trägt auch dazu bei, dass die interpersonale private Kommunikation etwas ganz Persönliches ist, was vor allem mit vertrauten Personen geteilt wird. Man benötigt private Kontaktinformationen wie die Handynummer bzw. den Skype- oder Snapchatnamen, um in Kontakt zu treten. Vor allem die Nutzung von Messengerdiensten wie Whatsapp kann durch die mögliche zeitverzögerte Nutzung nebenbei passieren und leicht in den Alltag integriert werden. Am meisten handelt es sich dabei um One-to-One Kommunikation, bei der zwei Personen sich miteinander austauschen.

Obwohl die genannten medienvermittelten interpersonalen Kommunikationsformen vor allem im privaten Kontext Anwendung finden, werden sie zunehmend auch von Unternehmen genutzt, um Kunden gezielt und oft persönlich anzusprechen. Mehr dazu gibt es in einem der nächsten Blogbeiträge.

Die Werbemöglichkeiten von Facebook Live

Facebook hat letztes Jahr die Funktion „Facebook Live“ integriert, was es Nutzern ermöglicht, Video-Livestreams zu veröffentlichen. Nicht nur für private Nutzer sondern auch werbetreibende Unternehmen könnte die Funktion von großem Interesse sein.

Vielleicht haben Sie es auf Facebook bereits gesehen oder sogar schon selbst genutzt? Jetzt können nicht mehr nur Videoinhalte hochgeladen, sondern integrierte Livevideos gestreamt werden – ähnlich der Funktion auf YouTube.

Wer die neuen Möglichkeiten wie und warum nutzen könnte, haben wir im letzten Beitrag beleuchtet. Besonderes Potenzial bietet Facebook Live Unternehmen und Werbungtreibenden. In diesem Artikel werden einige verschiedene (zukünftige) Werbemöglichkeiten auf drei Ebenen zusammengefasst: 1) Imagepflege und Produktpräsentation, 2) Produktplatzierung und 3) Werbeschaltung.

Imageplege und Produktpräsentation

Eine offensichtliche Werbemöglichkeit ist das Erstellen eigener Livestreams im Unternehmenskontext. Ähnlich wie ein Unternehmensblog, welcher durch Bilder und Texte den Alltag des Unternehmens und den der Mitarbeiter dokumentiert, kann auch Facebook genutzt werden. Hier können dann entweder Videos vorproduziert und hochgeladen oder aber die Livestream-Funktion genutzt werden. Livevideos bringen oder lassen die (potenziellen) Kunden gefühlt noch näher an das eigene Unternehmen ran. Zuschauer können Fragen und Kommentare live formulieren, auf welche direkter reagiert und die Nutzer so besser mit eingebunden werden können. Auch Präsentationen neuer Produkte vor dem Kundenkreis sind denkbar. Der Vorteil dabei ist, dass alles integriert auf Facebook stattfindet – auf der Plattform, auf der die Nutzer sowieso schon sind. Ein Wechsel auf eine andere Website ist somit nicht notwendig.

Je nach Unternehmensgröße, Anliegen und Persönlichkeiten im Unternehmen ist das entweder die einfachste, schnellste und kostengünstigste Variante Facebook Live zu nutzen oder aber die zeitaufwendigste. Denn es braucht einen kundigen Verantwortlichen im Unternehmen, der viel Zeit dafür mitbringt oder besonders Social Media-affine und -begeisterte Mitarbeiter. Livevideos sind natürlich – wie Livefernsehen auch – fehleranfälliger.

Produktplatzierung

Alternativ zur eigenen Videoerstellung können Unternehmen auch in Produktplatzierung investieren. Produkte werden von erfolgreichen YouTubern ja schon längst in zahlreichen Videos präsentiert, getestet und als Lieblingsprodukte genannt. Analog findet das auch bei Facebook Live statt. Meist handelt es sich bei den Werbegesichtern dann um bereits bekannte oder berühmte Personen mit großem Abonnentenkreis (wie bspw. DSDS-Sternchen Sarah Lombardi). Diese Art des Product Placements eingebettet in Livevideos könnte wegen der zeitlichen Limitierung und der Tatsache, dass Videoersteller und Zuschauer gleichzeitig vor dem Endgerät sitzen, besonders exklusiv wirken.

Aber Achtung, schlechte Produktplatzierungen können auch nach hinten losgehen. Es ist unbedingt Fingerspitzengefühl gefragt, wenn man den Zorn der Nutzer nicht auf sich ziehen möchte – vor allem bei Livevideos mit direkten Nutzerreaktionen. Die richtige Werbepersönlichkeit und eine ausgereifte Strategie sind daher das A und O.

Werbeschaltung

Auch bei Facebook Live sollen zukünftig wahrscheinlich kurze Werbespots (Mid-Rolls) in die Livevideos eingebunden werden. Integriert auf eine soziale Netzwerkplattform wie Facebook könnte die Werbewirkung dabei besonders positiv sein. Viele Nutzer lassen sich nicht nur passiv berieseln, sondern sind aktiver, als man das vom linearen klassischen TV ohne Rückkopplungsmöglichkeit kennt.

Wie auch bei anderen audio-visuellen Werbemöglichkeiten, sind das Video und der Kontext der Einbettung entscheidend. Es bleibt außerdem abzuwarten, inwieweit eine Unterbrechung des Livestreams von den Nutzern gut akzeptiert wird.

Insgesamt gibt es einige vielversprechende Möglichkeiten, Facebook Live in Zukunft zu Werbezwecken zu nutzen. Dieser Artikel dient als kurzer Abriss darüber ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Facebook Live: Livestream aus dem Wohnzimmer

Facebook hat erst kürzlich die neue Funktion „Facebook Live“ integriert, was es Nutzern ermöglicht, Video-Livestreams zu veröffentlichen – ähnlich wie bei YouTube, YouNow oder Periscope. Für viele Nutzer könnte die aktive Erstellung von Livestreams als auch die passive Nutzung von Interesse sein.

Vielleicht haben Sie es auf Facebook bereits gesehen oder sogar schon selbst genutzt? Jetzt können nicht mehr nur Videoinhalte hochgeladen werden, sondern es gibt eine ganz neue Funktion: Facebook Live ermöglicht das Integrieren von Video-Livestreams, ähnlich der Funktion auf YouTube.

Facebook baut damit möglicherweise seine Sonderstellung in der sonst so schnelllebigen Welt von Social Media weiter aus – nämlich als die Plattform, die versucht alle erfolgreichen Trends anderer Sozialer Medien zu vereinen. Dies scheint Facebooks Strategie zu sein, sich nach wie vor als Marktführer behaupten und halten zu können.

Doch was bedeutet dieses neue Feature für die Nutzerinnen und Nutzer und in welchen Situationen findet es künftig Anwendung?

Dafür muss zunächst einmal die Nutzung unterschieden werden in aktive Nutzung also die Erstellung eigener Livestreams und der passiven Nutzung anderer Inhalte.

Aktive Nutzung und Produktion von Livestreams

Wer wird wohl die neue Funktion von Facebook nutzen und wozu?

  • Sind das eher besonders extrovertierte Personen? Vielleicht die typischen YouTuber oder Musiker bzw. Personen, die eine besonders große Anzahl an Freunden oder gar Fans erreichen? – Das ist anzunehmen.
  • Zusätzlich kommen wahrscheinlich all jene hinzu, die es einfach ausprobieren möchten und die sich vielleicht zu einem dringenden Sachverhalt (z. B. zu politischen Themen) live äußern wollen – höchst emotionalisierte Videos sind vorstellbar.
  • Es ist außerdem denkbar, dass durch die Livestreams eine neue Dimension an Urlaubseindrücken oder besonderen Freizeitaktivitäten mit anderen Personen in Echtzeit geteilt wird.

Alles in allem sind Videos zu erwarten, die irgendwo in der Spektrum zwischen Selbstvermarktung und privater Videotelefonie anzusiedeln sind. Unter den aktiven Nutzern werden Personen des öffentlichen Lebens sein, die Facebook Live als Wahlkampfinstrument nutzen oder ihre neueste Musik vorstellen. Es werden sich allerdings auch Bilder nicht vermeiden lassen, die man vielleicht als Zuschauer lieber nicht sehen wollte.

Passive Nutzung der Streams als Zuschauer

Sicher werden einige Facebooknutzerinnen und -nutzer besonders am Anfang aus Neugier beim ein oder anderen Livestream reinschauen.

Die meisten Nutzer werden sich aber Inhalte ansehen von besonders engen Freunden oder Vorbildern. Ist man mit einer Person besonders befreundet oder sogar Fan, hat man auch großes Interesse daran, live am Leben dieser Person teilzuhaben. Facebook Live könnte – wie es bei YouTube und YouNow natürlich schon längst der Fall ist – zu einer noch höheren Stufe des Miterlebens und Mitfühlens der Eindrücke der anderen werden. Und dafür brauchen die Nutzer nicht einmal selbst das Haus verlassen. So könnte die Funktion genauso auch für größeren Neid unter den Daheimgebliebenen sorgen.

Auch könnten sich insbesondere die schockierenden oder kontroversen Inhalte im Livestream besonderer Beliebtheit erfreuen.

Während Videoinhalte für das herkömmliche Fernsehen ein alter Hut sind (hier geht aber der Trend zunehmend auch zu Streamingangeboten, die zeitentkoppelt genutzt werden), ist dies in Sozialen Medien immer noch spannend, da hier jeder Nutzer sehr einfach eigene Inhalte produzieren und veröffentlichen kann. Mit dem Merkmal der Echtzeit verbunden ist auch die Limitierung der Nutzung. Nur die Follower können den Livestream verfolgen. Man muss entweder live dabei sein zum Zeitpunkt der „Ausstrahlung“ oder man sieht das Video wohlmöglich überhaupt nicht und kann so vielleicht später nicht mitreden. Dieses Miterleben in Echtzeit könnte so die gefühlte emotionale Bindung zum Kommunikator erhöhen.

Anders jedoch als bei der Videotelefonie sieht der Kommunikator sein Publikum nicht. Dennoch können die gewohnten Funktionen zum Feedback auf Facebook genutzt werden.

Dieser neue Trend könnte auch für werbungtreibende Unternehmen in Zukunft von Interesse sein. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Die Social Media Trends 2017 zusammengefasst

Kaum etwas ist so schnelllebig wie Soziale Medien und ihre Trends. Die App und Nutzungsweise, die gestern noch von jedem nachgefragt wurde, ist heute vielleicht schon wieder ein alter Hut. Für Unternehmen heißt das, wer angesagt sein und bleiben möchte, sollte ständig up-to-date sein, denn Soziale Medien sind ein wichtiger Anhaltspunkt für Marketing Trends. Was laut Onlinemarketing.de die Social Media Trends 2017 sind, möchten wir hier kurz zusammenfassen.

Facebook ist immer noch die soziale Netzwerkseite, die von der breiten Masse am meisten genutzt wird und sich bereits am längsten am Markt behauptet. So stellt Facebook schon ein Konstante in dem sonst so schnelllebigen Social Media Alltag dar. Das liegt sicher auch nicht zuletzt daran, dass Facebook ständig neue Funktionen integriert, um die Plattform für die Nutzer und Nutzerinnen spannend zu halten. Damit reagiert Facebook vor allem auf die Trends, die bei der Nutzung anderer Apps festgestellt werden können. Diese Funktionen können wir in Zukunft erwarten:

  • Videos werden zunehmen und Kamera-Funktionen integriert, die den Filtern zur kreativen Bildbearbeitung der App Snapchat enorm ähneln.
  • Facebook Live: Live Streams werden an Bedeutung gewinnen.
  • Die Nutzung von Facebook-Videos über den Smart-TV wird möglich sein, bei der Nutzerreaktionen in Echtzeit zu sehen sind.
  • Virtual Reality und 360 Grad Inhalte könnten wichtiger werden.
  • Die Facebook-Suchfunktion soll weiter ausgebaut werden sowie die Flohmarkt-Funktion.

Die Microblogging-Plattform Twitter, die in Deutschland nur von einer eher kleinen Zahl privater Nutzer angenommen wurde, könnte nicht nur durch die Konkurrenz-App Periscope sondern jetzt auch durch Facebook Live weiter an Bedeutung verlieren.

Die Fotoapp Instagram, die auch zum Facebook-Imperium gehört, wird 2017 möglicherweise in E-Commerce investieren in Form einer visuellen Produktsuche. Dabei soll schnell zu finden sein, wo ein Produkt, das in einem Foto zu sehen ist, online zu erwerben ist.

Snapchat ist unter den derzeit schwer angesagten Fotoapps. Hierbei werden kreative Filter angeboten, um lustige Fotos oder Videos zu erstellen und zu versenden, die sich nach dem Öffnen automatisch löschen. Die Filter ändern sich täglich und sind nicht selten mit Eventbezug (zu Weihnachten wurde etwa ein Filter angeboten, der das Gesicht des Nutzers in den Weihnachtsmann verwandelt). Durch diese ständig wechselnden Funktionen konnte Snapchat bisher stark wachsen. Große Unternehmen haben längst das Potenzial der App für Werbezwecke erkannt und seit Kurzem bietet die App diverse kreative Werbemöglichkeiten an.

Quelle: https://onlinemarketing.de/news/social-media-trends-facebook-instagram-twitter-co?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=webseiteom&utm_term=2017-01-09&utm_content=title