Archiv der Kategorie: Radiowerbung

Alles rund um Radiowerbung

MDRW Mediaupdate 2019

Der historische Kaisersaal in Erfurt

Am 23. Mai 2019 lud die MDRWerbung Branchenvertreter und Medienschaffende zum alljährlichen, inzwischen 11. MDRW Mediaupdate in den historischen Kaisersaal nach Erfurt.

Moderiert von Sina Peschke gaben sechs Referenten Einblick in den aktuellen Stand der Werbung aber auch einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und die Auswirkungen aktueller technischer Neuerungen.
Bei Marie-Luise Weiss von der Radiozentrale GmbH stand dabei der „Radiohörer im Fokus“. Sie beschäftigte sich mit der Frage, „Wer, wann, wie wo hört“ und auf welche Weise Werbende ihre Zielgruppen in einem immer differenzierteren Audiomarkt zwischen Streamingdiensten, Podcasts, linearen Angeboten und digitalen Hörmedien erreichen können.

Die Zukunft von Audio – Die Formate verschmelzen

Alexander Wodrich von den Audiobranding-Spezialisten von why do birds aus Berlin gab interessante Einblicke in die Möglichkeiten, Klang als strategisches Marketingelement einzusetzen und Kernelemente von Marken akkustisch widerzuspiegeln.
Juliane Paperlein von der Marketingplattform Horizont widmete sich in Ihrem Referat dem Einfluss von Sprachassistenten wie Alexa, Google Home oder Apples Siri auf die Radiobranche und das Audiomarketing.

Sprachassistenten spielen eine immer größere Rolle

Auf eine Reise in die Zukunft lud Trendfordscher David Baum von TrendOne. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, welchen Herausforderungen eine zukünftige vernetzte Gesellschaft gegenübersteht und welche Möglichkeiten aber auch welche Gefahren diese Entwicklung hervorbringt.
Bodenständiger wurde es beim Referat von Andreas Rodefeld, dem Marketingleiter der Zoo Leipzig GmbH. Mit zahlreichen best practice Beispielen stellte er dar, was Marketer aus dem Tierreich lernen können und auf welche Weise Werbebotschaften aus der tagtäglichen Informationsflut herausstechen können.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete der Beitrag von Thomas Koch, Gründer von The DOOH Consultancy. Unter dem Motto „Media braucht Kreation und umgekehrt“ stellte der langjährige Experte im Medienbereich klar, dass eine erfolgreiche Werbstrategie auf zwei Füßen stehen muss: Neben einem einfallsreichen und ansprechenden Kreativteil ist es von essentieller Bedeutung von Seiten der Mediaplanung, die richtigen Werbeträger und – kanäle auszuwählen, um die Botschaft adäquat bei der Zielgruppe zu platzieren.
Die Experten der RFM MediaMix AG, seit über 20 Jahren erfolgreich im Bereich der Mediaplanung tätig, konnten diesen Ausführungen nur zustimmen.

Radiowerbung im Internetzeitalter: Die Wirkung von Werbung in Webradios und Musik-Streamingdiensten

Webradios und Musik-Streaminganbieter gewinnen zunehmend an Bedeutung für Internetnutzer und Werbungtreibende. Werbewirkungsstudien sind jedoch noch in den Kinderschuhen. Daher können nur theoretische Vermutungen zur potenziellen Werbewirkung angestellt und somit positive gegen negative Erwartungen abgewogen werden.

Wie im letzten Beitrag beleuchtet, steigt die Nutzung von Webradioangeboten und Musik-Streamingdiensten stetig und die Media-Analyse IP Audio der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. verdeutlicht die Bedeutung der Nutzung für Werbungtreibende. Auditive Webangebote sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Die Vorteile der Nutzung liegen auf der Hand: höhere Flexibilität und Individualisierbarkeit als bei Offline-Angeboten. Die unzähligen Sender und Kanäle zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie verschiedenste Interessen (v.a. bezogen auf Musikrichtungen) bedienen. Viele Angebote zeichnen sich durch Orts- und Zeitunabhängigkeit und die Möglichkeit individuelle Playlisten zusammenzustellen aus. Das bietet Werbungtreibenden die Gelegenheit, Zielgruppen noch zielgerichteter anzusprechen, wozu tendenziell nicht nur die sehr fragmentiert ausdifferenzierten Formate mit sehr spezifischen Zielgruppen nach Musikgeschmack, Alter und Interessen beitragen, sondern auch mögliche Nutzerinformationen, die Internetnutzerinnen und -nutzer online über sich preisgeben (etwa Produktinteressen und jede Menge soziodemografischer Daten).

In Bezug auf die Wirkung von Werbung in Webradios und Musik-Streamingdiensten können zwei Positionen (positive und negative potenzielle Wirkung) gegeneinander abgewogen werden.

Positiv: Sehr auf die einzelnen User ausgerichteten Werbespots für Produkte, Dienstleistungen bzw. sonstige Informationen führen zu weniger potenziellen Streuverlusten der Kampagnen und bieten die Chance, vom generell schon hohen Interesse der Rezipierenden zu profitieren und eine hohe Werbewirkung zu erwarten. Schließlich ist es denkbar, dass relevante Werbung weniger als störend und viel eher als nützliche Information wahrgenommen wird. Der Hinweis auf und direkte Verlinkungen zu Websites mit weiterführenden Informationen oder gar dem Onlineshop sorgen zudem für besonders einfach und schnell mögliche und außerdem direkt messbare Aktivitäten und Reaktionen.

Negativ: Auf der anderen Seite steigt durch Werbung, die den User genau zu kennen scheint, die Gefahr, dass sich die potenziellen Kunden ausspioniert und von Produkten, die ihn eigentlich interessieren, förmlich verfolgt fühlen. In diesem Fall sei anzunehmen, dass sich dieses Gefühl negativ auf die Werbewirkung auswirkt.

Die Wirkung von Werbespots in auditiven Online-Angeboten ist derzeit jedoch nur zu vermuten und noch nicht hinreichend in Werbewirkungsstudien erforscht. Erste Erkenntnisse aus der Werbewirkungsforschung sind demnach abzuwarten. Obwohl auch Grenzen in der potenziellen Wirkung erwartet werden können, sind die Chancen, die sich aus diesen Online-Werbeformen ergeben, nicht von der Hand zu weisen.

Besonders im MediaMix eröffnen sich Werbungtreibenden dadurch die Möglichkeiten, ihre spezifischen Zielgruppen noch gezielter zu erreichen und eine engere Bindung und wechselseitige Reaktionsmöglichkeiten aufzubauen.

Webradio und Musik-Streamingdienste: Radiowerbung im Internetzeitalter

Das Radio scheint angekommen zu sein im Internetzeitalter. Das zeigen die Zahlen der Webradios, Programme und Musik-Streaminganbieter einerseits und die steigenden Nutzungszahlen andererseits. Immer mehr Webradios stellen sich der Nutzungsüberprüfung der agma – Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. in der ma IP Audio.  Für Werbungtreibende bedeutet das vor allem: mehr Möglichkeiten für gezielte Werbung.

Laut der aktuellen Media-Analyse (ma 2016 IP Audio I) der agma werden Webradios und Musik-Streamingdienste in Deutschland monatlich 221 Millionen Mal genutzt. Dabei dauert eine durchschnittliche Webradio-Session über 50 Minuten.

Seit zwei Jahren gibt es bereits die Media-Analyse IP Audio als Ergänzung zur Analyse der “traditionelleren“ Radionutzung und scheint sich bereits etabliert zu haben, was der Anstieg Zahlen der teilnehmenden Webradio-Publisher von einst 25 auf 65 und angemeldeten Channels von 153 auf 388 zeigt. Seit einiger Zeit sind in den ausgewiesenen Zahlen der Media-Analyse übrigens auch die des weltweit größten Musik-Streaminganbieters Spotify enthalten.

Unter den unzähligen im Netz verfügbaren Radios und Anbietern finden die Nutzerinnen und Nutzer die unterschiedlichsten Musikrichtungen und Zielgruppenausrichtungen – viel spezifischer, als es offline angeboten werden kann. Hinzu kommt, dass Nutzerinnen und Nutzer online viele Informationen über sich preisgeben, wie z. B. ihren Standort, ihr Alter und Interessen. Das schließt auch Interessen an speziellen Produkten mit ein.

Das eröffnet Werbungtreibenden die Chance, ihre spezifischen Zielgruppen besonders im MediaMix noch gezielter zu erreichen. Es kann direkt auf die individuellen Nutzungsgewohnheiten und die differenzierte Nutzung der Internetuser und potenziellen Kunden reagiert und in den genauen Umfeldern Werbung geschaltet werden.

Webradio und Musik-Streamingdienste: Radionutzung früher und heute

Radio hat eine ca. 90 Jahre lange Tradition in Deutschland. Bis in die 70er Jahre gehörte die gezielte Radionutzung, bei der extra für bestimmte Programme eingeschaltet und z. B. gemeinsam in der Familie im heimischen Wohnzimmer gehört wird, zum Alltag. Mit der Zeit jedoch änderten sich Programm (z. B. mehr Musik, Vielfältigkeit durch mehr Sender, private Sender) und die Nutzungsweisen. Die Nutzung ist so vor allem von der Mobilität geprägt. Ob im Auto, im Supermarkt oder bei der Arbeit: immer und überall ist die Nutzung möglich. Radio ist bis heute das meistgenutzte mobile Medium.

Laut der ma 2015 Radio I hören 78,3% der Deutschen täglich das Radio und das durchschnittlich vier Stunden am Tag. Wichtiges Attribut ist außerdem die Nebenbeinutzung. Meist läuft Radio im Hintergrund, während man anderen Beschäftigungen nachgeht. Für die Medienwirkung hat das natürlich einige Nachteile – die Flexibilität kann aber auch viele Vorteile haben.

Seit einigen Jahren nimmt die Nutzung von Online-Streaming-Diensten und Webradios enorm zu. Das Internet scheint das Radio als schnellstes und mobiles Medium überholt zu haben1. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 werden Anbieter wie Spotify oder Napster von 11 % der Onliner mindestens wöchentlich genutzt2. Damit ist die Audio- und Radionutzung noch flexibler und dynamischer. Hier entscheidet sich der Hörer noch viel mehr individuell und bewusst für den Sender, Musikgenres und sogar bestimmte Künstler und Songs. Vor allem in den jungen Zielgruppen sind die individualisierbaren Onlineformate teilweise beliebter als das konventionelle Radio. Aber auch immer mehr Radiosender bieten ihr Programm im Livestream und ihre Informationen online an. So haben Onlinenutzer unzählig viele Programme und Sender zur Auswahl – das Potenzial, alle persönlichen Musikgeschmäcker zu bedienen und das rund um die Uhr.

Eins wird bei dem kurzen Abriss deutlich: Radio ist und bleibt auch zu Zeiten des Internets ein sehr wichtiges Medium. Lediglich die Nutzungsgewohnheiten und die genutzten Kanäle verändern sich zum Teil stark über die Zeit.

Für Werbungtreibende Unternehmen bietet sich durch die Erweiterung der genutzten Kanäle vor allem die Chance, direkt auf die individuellen Nutzungsgewohnheiten und die differenzierte Nutzung zu reagieren und genau in den Umfeldern Werbung zu schalten, in dem sich die Zielgruppen aufhalten.

1http://www.planet-wissen.de/kultur/medien/geschichte_des_radios/index.html

2Koch, W. & Schröter, C. (2015). Audio, Musik und Radio bei Onlinern im Aufwind: Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015. Media Perspektiven 9, 2015, S. 366-377. Onliner verfügbar unter: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Onlinestudie_2015/0915_Frees_Koch.pdf.

Fit wär jetzt clever – Marketingstrategie clever fit

clever-fit-logoDie Agenturgruppe zebra group wirbt ab sofort deutschlandweit für das Franchise-Unternehmen clever fit. Die integrierte Kampagne unter dem Motto „Fit wär jetzt clever.“ startete Mitte Oktober. Unterstützung erhält zebra durch den in der Franchisewirtschaft erfolgreichen Marketingberater Sebastian Reif und die RFM in Sachen Marketingstrategie und Implementierung. Außerdem übernimmt die RFM – Radio Fernsehen MediaMix GmbH Mediaplanung und mit dem Soundkombinat Erfurt die Spotproduktion für die einzelnen Franchise-Partner der Fitness-Kette.

„Wir wollen weg von dem üblichen Bauch-Beine-Po-Gedöns“, erklärt Joerg G. Fieback, Geschäftsführer der zebra Werbeagentur, die neue Markenkampagne. „Deshalb zeigen wir Menschen wie du und ich: und zwar in herausfordernden Situationen, in denen fit sein wirklich clever wäre. Das alles natürlich mit einem kräftigen Augenzwinkern.“ Auf den Motiven zu sehen sind beispielsweise ein Kanute, der von einem Hai verfolgt wird, ein Bräutigam, der seine Frau nicht auf den Händen halten kann oder einen Naturfotograf, der von einem Bär überrascht wird.

„Unsere Zielgruppe lebt nicht für das Training, sondern trainiert für ein gesundes Leben. Mit der neuen Kampagne erreichen wir auf humorvolle und trotzdem glaubwürdige Art Menschen, die mitten im Leben stehen und effizient und unkompliziert trainieren wollen“, so Alfred Enzensberger, Geschäftsführer und Gründer der clever fit GmbH. Er will damit den Expansionskurs der vergangenen Jahre fortsetzen: Allein für 2014 sind weitere 50 Studios in ganz Deutschland geplant. Derzeit beheimatet die Marke clever fit über 150 Fitnessstudios mit rund 250.000 Mitgliedern unter ihrem Dach.

Der humorige Auftritt wird mit massivem Werbedruck geschaltet. In Print setzten clever fit  und zebra auf reichweitenstarke Werbeträger wie die Magazine „stern“ sowie Special Interest-Titel wie „fit for fun“. Zudem sponsert der neue zebra-Kunde mit Hauptsitz in Landsberg am Lech im TV  künftig das Scripted-Reality-Format „Köln 50667“. Zusammen mit den Franchisepartnern des Unternehmens sind außerdem regionale Radio-Offensiven, Großflächen im Umfeld der Studios, Kino-Spots und umfangreiche Instore-Maßnahmen geplant.

Parallel dazu setzt die zebra group ihren neuen Kunden im Web in Szene.

Der in der Franchisewirtschaft erfolgreiche Marketingberater Sebastian  Reif unterstützt zebra bei  Strategie und Umsetzung der Markenentwicklung von clever fit.

Hier geht’s zum Werbespot!

Die neue ma 2013 Radio I ist da!

Die RFM – Radio Fernsehen MediaMix GmbH ist schon seit knapp 10 Jahren Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V., die jetzt ihre aktuelle ma 2013 Radio I veröffentlicht hat. Sie zeigt deutlich, dass das Radio keineswegs von anderen Medien verdrängt wird.

Die Ergebnisse der Interviews:

  • knapp 80 Prozent der Menschen hören werktags Radio (58,470 Millionen Hörer pro Tag). 
  • Die Nutzerzahlen pendeln sich auf hohem Niveau ein.
  • Die durchschnittliche Verweildauer liegt bei vier Stunden und sieben Minuten.

Alle Reichweiten von insgesamt 101 einzelnen Radiosendern und 103 Vermarktungskombinationen können die RFM MediaMakler senderübergreifend und optimiert für jedes Unternehmen umsetzen, für …mehr Kontakte in Ihrer Zielgruppe!

iChart (2)

Zu laute Fernsehspots bald Vergangenheit

Wer kennt das nicht: An den spannendsten Stellen des Films folgt plötzlich unüberhörbar laute Werbung. Greift man zur Fernbedienung, um die Werbung leiser zu schalten, versteht man später im Programm kein Wort mehr. Auch die Lautstärken zwischen den einzelnen Sendern erweisen sich beim Umschalten als sehr unterschiedlich. Die European Broadcasting Union (EBU) möchte das mit ihrer Empfehlung R 128 ändern. Ständiges Hoch- und Runter-Regeln der Lautstärke von TV-Programmen soll zukünftig nicht mehr notwendig sein und auch Auswirkungen auf den Hörfunk sind denkbar.

Für die subjektive Wahrnehmung von Lautstärke gibt es verschiedene Einflussfaktoren:

  • Größere Empfindlichkeit des Gehörs für mittlere als für hohe oder tiefe Frequenzen
  • geringe Dynamik heißt enge Orientierung am Spitzenpegel – Programm ist lauter für das Gehör
  • Subjektive Faktoren wie Alter, Stimmung des Hörers

Sowohl Fernsehsender als auch die einzelnen Spots sollen durch Spitzenpegel-Aussteuerung immer lauter sein als die Konkurrenz. Dieser Trend wird als Loudness War (Lautheits-Krieg) bezeichnet. Die zunehmende Unzufriedenheit des Publikums und die schlechter werdende Tonqualität haben jedoch nun die EBU-Empfehlung zur Folge: die Normalisierung der Lautheit des Quellsignals. Dabei sind Parameter und Spitzenwerte definiert, die dazu führen, dass Lautstärken in Zukunft als ausgeglichen und zwischen Programmen und Sendern einheitlich wahrgenommen werden. Laut öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sendern sollen die EBU-Bestimmungen ab September umgesetzt werden.

Um Zusatzkosten für nachträgliche Änderungen auszuschließen, produziert die RFM Werbespots nach den neuen EBU-Standards.

Quelle:

Wolfgang Tunze (2012). Lautheits-Normalisierung. Endlich Frieden nach dem Lautstärke-Krieg? In: rfe-Elektrohändler, 2012, 7-8, S. 74,75.