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Messen im digitalen Zeitalter: Analoge Kommunikation mit Synergie für den optimalen MediaMix

Der Mensch ist ein soziales Wesen und obwohl digitale Medien in unserer schnelllebigen Zeit immer weiter an Bedeutung gewinnen, haben Face-to-Face Begegnungen einen besonderen Stellenwert. Auch für Kaufentscheidungen sind Onlinemedien oft sehr wichtig im Kaufprozess, aber viele Konsumenten schätzen doch weiterhin, die Produkte vor Ort im Point of Sale (PoS) multisensorisch wahrnehmen zu können. Denn nur hier können sie die Produkte z. B. anfassen, aus allen Winkeln betrachten, riechen, ausprobieren oder anziehen. Dieses Ansprechen aller Sinne kann die Kaufentscheidung enorm beeinflussen.

Daher verwundert es nicht, dass auch heutzutage – im digitalen Zeitalter – Messen hohe Besucherzahlen erzielen. Aber was genau treibt die Leute in Scharen in die Messehallen (z. B. 300.000 Besucher zur Kölner Gamescom 20171 oder auch 30.000 Besucher letzte Woche zur Erfurter Messe „Reisen und Caravan“2)? Die wichtigsten Gründe können wie folgt zusammengefasst werden:

Messe Reisen & Caravan

Messe Reisen & Caravan 2017 (Foto: RAM Regio Ausstellungs GmbH)

Messe Gamescom 2016

Gamescom 2016 (Foto: Sebastian Reif)

Vorzüge für Besucher

  • Brandneue Produkte…
  • …können selbst angeschaut und ausprobiert werden (multisensorische Wahrnehmung)3!
  • Die soziale Komponente (Menschen werden zusammengeführt, interessante Begegnungen befördert)3
  • …unterstreicht den Eventcharakter (intensives Veranstaltungserlebnis)3

Aus diesen Gründen nehmen Messen einen einzigartigen Stellenwert im Marketing Mix ein3. Nicht nur die Besucherinnen und Besucher profitieren vom einzigartigen Format, sondern vor allem auch die Aussteller:

Vorteile für ausstellende Unternehmen

  • Besucher haben meist eine sehr hohe intrinsische Motivation und gehen mit positiven Gefühlen und Erwartungen zur Messe (sind bspw. Fans von Computerspielen oder Wohnmobilreisen).
  • Durch Bekanntmachung und Information über digitale Medien (z. B. soziale Medien oder veranstaltungsspezifische Mobile Apps)3 kann der Erfolg des „analogen Event“ unterstützt werden.
  • Da jeder Messebesucher mit einem digitalen Endgerät ausgestattet ist, können einfache Anreize geschaffen werden, die auf die digitalen Unternehmenskanäle ausstrahlen (z. B. Liken der Facebookseite, Schreiben einer Onlinebewertung oder Veröffentlichung eines YouTube-Videos durch einen spezifischen Meinungsführer).

Fazit der RFM MediaMix: Erfolg durch professionelle Mediaplanung

Messen nehmen also einen gefestigten und auch heute noch sehr wichtigen Platz im Marketing Mix ein und „die wahre Kunst des Marketings [liegt wahrscheinlich] darin, die Vorzüge der Digitalisierung mit der face-to-face Interaktion zu verknüpfen“3.

Bild Sebastian Reif

Sebastian Reif

Mit der Erfahrung von über 20 Jahren bei intermedialen Mediaplanungen bestätigt sich das immer wieder in der täglichen Praxis der RFM MediaMix AG. Dazu Vorstand und Gründer Sebastian Reif: „Analoge Kommunikation im Zeitalter exponentieller Digitalisierung hat einen festen Platz und wirkt. Messen sind für PoS Marketing ein probates Mittel und gehören dann unbedingt zum MediaMix. Für unsere Arbeit gilt das grundsätzlich für klassische, wie für digitale Medien bei B2B und B2C Kampagnen.“ Die RFM MediaMix AG bietet mit ihren erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachweislich erfolgreiche Mediaplanungen. Zuletzt hat dies eine internationale Studie eines namenhaften Werbetreibenden (Einzelhandel FOC)  bestätigt, der von der RFM MediaMix AG betreut wird. „Wir gehen mit jedem Werbe-EURO unserer Auftraggeber so verantwortungsvoll um, wie mit unserem eigenen Geld. Darauf beruht unser Versprechen: …mehr KONTAKTE IN IHRER ZIELGRUPPE. Umso mehr freut es uns, wenn unabhängige Studien die Werbeerfolge unserer Planungen bestätigen!“, so Sebastian Reif. Die RFM MediaMix AG verfügt über umfangreiches Mediawissen, aktuellste Mediadaten ist Mittglied der agma und bedient sich professioneller Planungstools. Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.mediamixag.de/mediamix.html.

Quellen

1 https://www.ksta.de/koeln/ueber-300-000-besucher-erwartet-die-wichtigsten-zahlen-zur-gamescom-28201464

2 http://www.reisen-caravan.de/presse/pressemeldungen/

3 https://ungerboeck.com/de/blog-de/die-zukuenftige-bedeutung-von-messen-im-marketing-mix

Werbeanzeigen

Unser Fazit zur Mitteldeutschen Markenstudie 2017

Ende August stellten die MDR-Werbung und das Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung in Leipzig die Ergebnisse ihrer Mitteldeutschen Markenstudie 2017 vor. Darin wurde das Einkaufsverhalten der Mitteldeutschen sowie die Markenbekanntheit ausgewählter Lebensmittelmarken aus Mitteldeutschland mit dem Bundesdurchschnitt verglichen. Wir wollen in diesem Beitrag die Ergebnisse kurz zusammenfassen und unser Fazit geben.

Marken der Mitteldeutschen Markenstudie

Übersicht über die untersuchten Marken (Quelle1)

Ergebnisse1,2

Die Mitteldeutsche Markenstudie zeigt Gemeinsamkeiten aber auch einige Unterschiede im Einkaufsverhalten zwischen Verbrauchern aus Mitteldeutschland und dem Rest Deutschlands.

  • Wie wird eingekauft? Die Mehrheit aller Deutschen geht vorbereitet einkaufen. Angebote werden vor dem Einkauf gründlich studiert und Verbraucher schreiben einen Einkaufszettel.
  • Was wird gekauft / ist bekannt? Es zeigt sich, dass sich die bekannten mitteldeutschen Marken wie Rotkäppchen Sekt, Bautz‘ner Senf, Halloren und Köstritzer Bier durchaus neben den großen nationalen Marken behaupten können.
  • Warum werden Produkte gekauft? Hinsichtlich der Kaufgründe Qualität, Preis oder positive Erfahrungen unterscheiden sich die Verbraucher in Mitteldeutschland nicht von der bundesdeutschen Bevölkerung. Besonders wichtig und wichtiger als biologische Erzeugung ist den Mitteldeutschen allerdings die Regionalität von Produkten.

Fazit und Einordnung

Obwohl sich einige wenige mitteldeutsche Marken auch bundesweit behaupten können, sind sie vor allem regional erfolgreich. Wir von der RFM MediaMix AG betreuen an unseren Standorten in Mitteldeutschland die Mediaplanung für sowohl regionale als auch überregionale Produkte und Marken. Wir ziehen aus der Mitteldeutschen Markenstudie vor allem folgendes Fazit:

Egal, ob regional oder bundesweit bekannt, jedes gute Produkt und jede Marke benötigt eine optimale Mediaplanung je nach Werbestrategie.

Sind Sie interessiert oder haben Sie Fragen zur professionellen, medienunabhängigen und medienübergreifenden Mediaplanung der RFM, dann kontaktieren Sie uns gern!

Methode und Hintergrund der Studie:

Im Zeitraum von Ostern bis Pfingsten 2017 führte das IMK Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung eine Onlinebefragung mit repräsentativem Charakter mit rund 1.500 Verbraucherinnen und Verbrauchern aus Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) durch du ebenso vielen Befragungsteilnehmern aus den übrigen 13 Bundesländern. Auftraggeber der Studie sind die MDR-Werbung und das IMP.

Es wurden ca. 60 regionale Marken in der Umfrage betrachtet aus insgesamt acht Produktsegmenten (z. B. Fleisch- und Wurstwaren, Bier, Sekt oder Schokoladen- und Nougatprodukte; Überblick in Abbildung s.o.).

Quellen:

1 http://www.mdr-werbung.de/sites/default/files/2017-09/MARKENSTUDIE_2017_UNTERSUCHTE_MARKEN_PR_170901.pdf

2 http://www.mdr-werbung.de/wissen-forschung/mitteldeutsche-markenstudie

Reichweiteneinbrüche für Onlinewerbung? Was Werbetreibende tun können

Zwei Trends verändern die Bedingungen für Werbetreibende: Während online die E-Mail-Postfächer der Nutzer überquellen und ziellos veröffentlichte Werbeanzeigen aufgrund der riesigen Informationsflut kaum noch wahrgenommen werden oder nur eine kleine Reichweite erzielen, bleiben die Briefkästen leer. Welche Gründe gibt es und wie können Werbetreibende damit umgehen?

Onlinewerbung bzw. -marketing wie etwa Werbeanzeigen auf Facebook scheint an einem Wendepunkt zu sein. Während die erzielte Reichweite bisher stetig angestiegen ist, gibt es mittlerweile einen regelrechten Reichweiteneinbruch.

Welche Gründe hat dieser Umbruch?

Die zwei Hauptgründe sind:

  1. Die zu hohe Konkurrenz – Fast jedes Unternehmen investiert in Onlinewerbung (und ist auch dazu gezwungen) und zu viele Werbetreibende tummeln sich auf den bzw. konkurrieren um die gleichen Werbeflächen online.
  2. Eine geringere Reichweite liegt oftmals auch daran, dass viele Nutzerinnen und Nutzer AdBlocker aktivieren.

Speziell auf Facebook ist ein besonders drastischer Rückgang der erreichten Reichweite und der Engagement-Rate (das meint die Anzahl der Kommentare, Likes und Shares) zu erkennen (für einen ausführlicheren Artikel1). Besonders die Posts mit Bildern haben an Engagement verloren – Video-Postings mussten nur wenig einbüßen. Neben den ersten zwei Gründen gibt es vor allem einen weiteren Grund für die gesunkene Aktivität:

  1. Facebook aktualisiert stetig seinen Algorithmus und dämmt die Reichweite von Seitenbetreibern ein, damit nicht zu viele Informationen auf den Nutzer täglich einströmen1.

Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten für Werbetreibende

Wie können Werbetreibende nun mit diesen Trends konkret umgehen?

  • Wer Video Content produziert und teilt, kann immer noch hohe Reichweiten und somit auch mehr Engagement erzielen – Video Content ist vergleichsweise nur sehr gering gesunken im vergangenen Jahr (10%)1.
  • Im Kontrast zu E-Mail-Postfächern und Websites sind physische Briefkästen so leer wie nie. Das könnte eine Chance sein, bewusst gegen den Strom zu schwimmen und postalisches Marketing zu betreiben2. Die Strategie des Berliner Startup Optilyz bietet eben diese Nische an, indem sie Marketingkampagnen mit postalischen Gutscheinversendungen für ihre Kunden managen. Laut eigener Angabe reagieren 4% der angeschriebenen Kunden, indem sie bspw. im Anschluss online kaufen – das ist eine deutlich höhere Rate als (mittlerweile) online. Mit Hilfe von Gutscheincodes ist diese Umwandlung auch tatsächlich nachprüfbar2.

Wir geben jedoch vor allem eine wichtige Handlungsempfehlung:

  • Onlinewerbung ist nach wie vor eine wichtige Möglichkeit im MediaMix. Verschiedene Marken und Kommunikationsziele benötigen aber unterschiedliche Strategien! Daher gilt immer: auf die richtige Mediaplanung kommt es an, damit das Geld nicht im Sande versiegt und Werbung auch wahrgenommen und werden und somit wirken kann!

Für Informationen über unsere professionelle, unabhängige und medienübergreifende Mediaplanung kontaktieren Sie uns gern!

Quellen:

1 http://www.xing-news.com/reader/news/articles/912716?cce=em5e0cbb4d.%3AhThyB_SiG_mwaFOa4gNTAH&link_position=digest&newsletter_id=25908&toolbar=true&xng_share_origin=email

2 http://www.xing-news.com/reader/news/articles/912717?cce=em5e0cbb4d.%3AhThyB_SiG_mwaFOa4gNTAJ&link_position=digest&newsletter_id=25908&toolbar=true&xng_share_origin=email

Radiowerbung im Internetzeitalter: Die Wirkung von Werbung in Webradios und Musik-Streamingdiensten

Webradios und Musik-Streaminganbieter gewinnen zunehmend an Bedeutung für Internetnutzer und Werbungtreibende. Werbewirkungsstudien sind jedoch noch in den Kinderschuhen. Daher können nur theoretische Vermutungen zur potenziellen Werbewirkung angestellt und somit positive gegen negative Erwartungen abgewogen werden.

Wie im letzten Beitrag beleuchtet, steigt die Nutzung von Webradioangeboten und Musik-Streamingdiensten stetig und die Media-Analyse IP Audio der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. verdeutlicht die Bedeutung der Nutzung für Werbungtreibende. Auditive Webangebote sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Die Vorteile der Nutzung liegen auf der Hand: höhere Flexibilität und Individualisierbarkeit als bei Offline-Angeboten. Die unzähligen Sender und Kanäle zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie verschiedenste Interessen (v.a. bezogen auf Musikrichtungen) bedienen. Viele Angebote zeichnen sich durch Orts- und Zeitunabhängigkeit und die Möglichkeit individuelle Playlisten zusammenzustellen aus. Das bietet Werbungtreibenden die Gelegenheit, Zielgruppen noch zielgerichteter anzusprechen, wozu tendenziell nicht nur die sehr fragmentiert ausdifferenzierten Formate mit sehr spezifischen Zielgruppen nach Musikgeschmack, Alter und Interessen beitragen, sondern auch mögliche Nutzerinformationen, die Internetnutzerinnen und -nutzer online über sich preisgeben (etwa Produktinteressen und jede Menge soziodemografischer Daten).

In Bezug auf die Wirkung von Werbung in Webradios und Musik-Streamingdiensten können zwei Positionen (positive und negative potenzielle Wirkung) gegeneinander abgewogen werden.

Positiv: Sehr auf die einzelnen User ausgerichteten Werbespots für Produkte, Dienstleistungen bzw. sonstige Informationen führen zu weniger potenziellen Streuverlusten der Kampagnen und bieten die Chance, vom generell schon hohen Interesse der Rezipierenden zu profitieren und eine hohe Werbewirkung zu erwarten. Schließlich ist es denkbar, dass relevante Werbung weniger als störend und viel eher als nützliche Information wahrgenommen wird. Der Hinweis auf und direkte Verlinkungen zu Websites mit weiterführenden Informationen oder gar dem Onlineshop sorgen zudem für besonders einfach und schnell mögliche und außerdem direkt messbare Aktivitäten und Reaktionen.

Negativ: Auf der anderen Seite steigt durch Werbung, die den User genau zu kennen scheint, die Gefahr, dass sich die potenziellen Kunden ausspioniert und von Produkten, die ihn eigentlich interessieren, förmlich verfolgt fühlen. In diesem Fall sei anzunehmen, dass sich dieses Gefühl negativ auf die Werbewirkung auswirkt.

Die Wirkung von Werbespots in auditiven Online-Angeboten ist derzeit jedoch nur zu vermuten und noch nicht hinreichend in Werbewirkungsstudien erforscht. Erste Erkenntnisse aus der Werbewirkungsforschung sind demnach abzuwarten. Obwohl auch Grenzen in der potenziellen Wirkung erwartet werden können, sind die Chancen, die sich aus diesen Online-Werbeformen ergeben, nicht von der Hand zu weisen.

Besonders im MediaMix eröffnen sich Werbungtreibenden dadurch die Möglichkeiten, ihre spezifischen Zielgruppen noch gezielter zu erreichen und eine engere Bindung und wechselseitige Reaktionsmöglichkeiten aufzubauen.

Webradio und Musik-Streamingdienste: Radiowerbung im Internetzeitalter

Das Radio scheint angekommen zu sein im Internetzeitalter. Das zeigen die Zahlen der Webradios, Programme und Musik-Streaminganbieter einerseits und die steigenden Nutzungszahlen andererseits. Immer mehr Webradios stellen sich der Nutzungsüberprüfung der agma – Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. in der ma IP Audio.  Für Werbungtreibende bedeutet das vor allem: mehr Möglichkeiten für gezielte Werbung.

Laut der aktuellen Media-Analyse (ma 2016 IP Audio I) der agma werden Webradios und Musik-Streamingdienste in Deutschland monatlich 221 Millionen Mal genutzt. Dabei dauert eine durchschnittliche Webradio-Session über 50 Minuten.

Seit zwei Jahren gibt es bereits die Media-Analyse IP Audio als Ergänzung zur Analyse der “traditionelleren“ Radionutzung und scheint sich bereits etabliert zu haben, was der Anstieg Zahlen der teilnehmenden Webradio-Publisher von einst 25 auf 65 und angemeldeten Channels von 153 auf 388 zeigt. Seit einiger Zeit sind in den ausgewiesenen Zahlen der Media-Analyse übrigens auch die des weltweit größten Musik-Streaminganbieters Spotify enthalten.

Unter den unzähligen im Netz verfügbaren Radios und Anbietern finden die Nutzerinnen und Nutzer die unterschiedlichsten Musikrichtungen und Zielgruppenausrichtungen – viel spezifischer, als es offline angeboten werden kann. Hinzu kommt, dass Nutzerinnen und Nutzer online viele Informationen über sich preisgeben, wie z. B. ihren Standort, ihr Alter und Interessen. Das schließt auch Interessen an speziellen Produkten mit ein.

Das eröffnet Werbungtreibenden die Chance, ihre spezifischen Zielgruppen besonders im MediaMix noch gezielter zu erreichen. Es kann direkt auf die individuellen Nutzungsgewohnheiten und die differenzierte Nutzung der Internetuser und potenziellen Kunden reagiert und in den genauen Umfeldern Werbung geschaltet werden.

Planung ist das A und O: Neue und klassische Werbeträger im MediaMix

Zweifelsohne verändert sich die Medienlandschaft dramatisch schnell. Doch ist es wirklich so, dass die klassischen Medien von neuen, elektronischen Medien verdrängt werden, aussterben und so keine Rolle mehr für Werbung und Marketing spielen? – Nein, auf eine gute Planung und den passenden Mix kommt es an, so kommt es zu medialen Synergien und mehr Kontakten in der Zielgruppe!

Erinnern Sie sich doch beispielsweise mal an den Stellenwert des Internets vor 20 Jahren zurück! Heutzutage, so der Eindruck, scheint sich alles auf elektronische Geräte mit Internetzugang zu verlagern. So hört man immer wieder Aussagen, wie „neue Medien ersetzen die klassischen Medien“. Schnell liegt für Werbungtreibende dann der Entschluss nahe, sich aus den klassischen Werbemedien zurückziehen zu müssen und nur noch online auf sich aufmerksam zu machen.

Das erscheint plausibel, denn überlegen Sie doch einmal selbst, wo Sie nach Informationen suchen und über welche Medien Sie Ihre Nachrichten beziehen. Wie und wo treffen Sie  jedoch selbst Kaufentscheidungen? Sicher ist die Antwort auf diese Fragen mindestens „zum Teil online“. Aber mal ehrlich, nutzen Sie selbst nur einen Kanal und die klassischen Medien, wie Radio, Fernsehen und gedruckte Zeitungen sind für Sie komplett unwichtig? – Sicher nicht! Auch wenn sich immer mehr Medien ins Internet und auf elektronische Endgeräte verlagern, werden die „alten“ Medien nicht völlig kanibalisiert. Vielmehr ergänzen sich die verschiedenen Medien und wachsen in den unterschiedlichen Kanälen, über welche die Zielgruppe erreicht wird, immer mehr zusammen.

Genau so sollten Sie auch Ihre Werbe- und Selbstvermarktungskanäle aussuchen. Beschränken Sie sich nicht nur auf ein Medium, dass Sie selbst für das Nonplusultra halten, sondern denken Sie an Ihre potentiellen Kunden, die alle individuell sind und daher auch individuelle Mediennutzungsgewohnheiten haben. Ausführliche Vorüberlegungen und Planungen für den passenden MediaMix machen den Unterschied!

  1. Zielgruppen- und Nutzertypendefinition: Wer ist Ihre Zielgruppe und welche konkreten Persönlichkeits- und Nutzertypen können klassifiziert werden?
  2. Auswahl der Werbeträgermedien: Welche verschiedenen Medien nutzt Ihre Zielgruppe?
  3. Auswahl der konkreten Medien und Sender: Was sind die in ihrer Zielgruppe Reichweitenstärksten Medienprodukte?
  4. Wahl der Region(en) und Tageszeit(en): An welchen Orten und zu welchen Tageszeiten erreichen Sie den Großteil Ihrer Zielgruppe?
  5. Werbemittel/ Werbebotschaft: Durch welche verbalen und bildlichen Botschaften fühlt sich Ihre angesprochen?
  6. MediaMix: Wie können Sie die verschiedenen Medien und Werbeträger eine sich ergänzende, einheitliche cross-mediale Kampagne nutzen?

Diese Fragen sollten am Anfang Ihrer Werbe- und Marketingüberlegungen stehen. Welche Möglichkeiten für Sie konkret sinnvoll sind, kann ein erfahrener Mediaplaner sehr schnell ermitteln. Fragen Sie nach!

Nutzerdaten aus Social Networks für Werbung sinnvoll nutzen, nicht ausnutzen!

Datenschutz ist ein großes Thema im scheinbar rechtsfreien Raum Facebook und Co. Doch zwischen der Sammlung von freiwilligen Nutzerangaben sowie sinnvollen Nutzung für Werbezwecke und dem Verkaufen der Daten an Dritte ist ein himmelweiter Unterschied. Sie können Nutzerdaten sozialer Netzwerke für Ihre zielgruppengenaue Werbung in den Networks und Ihren beruflichen Erfolg nutzen und bieten dem Rezipienten sogar noch einen Mehrwert damit.

Besonders Facebook macht als größtes soziales Netzwerk weltweit und etwa 27 Millionen Mitgliedern in Deutschland immer wieder als „Datenkrake“ Schlagzeilen wegen Vorwürfen über das Weiterverkaufen von Nutzerdaten an Dritte. Das verletzt zweifelsohne die Rechte der Nutzer. Die Sammlung der Nutzerdaten, die ein Nutzer freiwillig angibt und die im sozialen Netzwerk verbleiben, ist aber weniger ablehnend zu sehen. Eine kritische Sicht auf neue Medien und ein gewisses Maß an Medienkompetenz ist aber von jedem Mitglied in Social Networks gefragt und Voraussetzung!

Der Punkt ist doch, dass die vielen detailgenauen Daten über z.B. den Wohn- oder Aufenthaltsort der Nutzer, über Alter, Geschlecht und sogar die Interessen, in sozialen Netzwerken präziser sind als Mediadaten aller anderer Werbeträgermedien. Und hier liegt für Unternehmen und Dienstleister schließlich die Stärke dieser Medienangebote. Sie können zur Planung von sehr zielgenaue Werbeanzeigen und Kampagnen genutzt werden. Im Planungstool, welches meist direkt in das Netzwerk integriert ist, kann die Zielgruppeeiner Kampagne, die mit der Anzeige angesprochen werden soll, aufs Genaueste eingegrenzt werden.

Die Daten der Nutzer verbleiben also hierbei im sozialen Netzwerk. Welche Personen ganz genau erreicht werden weiß man als Werbetreibender nicht, wohl aber, dass die Kontakte zur selbst eingegrenzten Zielgruppe gehören. Nicht nur für die Werbende, die mit dieser Planung nahezu keine Streuverluste an Kontakten hinnehmen müssen, die Kampagne jederzeit anpassen und stoppen können und bereits während der Laufzeit die Statistiken einsehen können, bieten die Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken einen Vorteil.

Persönliche Bedürfnisse der Nutzer

Die Nutzer profitieren ganz klar von der gezielten Werbung, da sie ist auf ihre persönlichen Bedürfnisse und Interessen abgestimmt ist. Sie erhalten keine Anzeigen, zu deren Zielgruppe sie nicht gehören und die sie demnach eher nicht interessieren. In den meisten Medien ist eben diese Ansprache der Zielgruppe ins Genaueste nicht (noch) möglich. Es besteht also eine Win-win-Situation zwischen Werbetreibenden und Konsumenten (oder gar eine Win-win-win-Situation, wenn man das soziale Netzwerk selbst noch mitzählt).

Übrigens brauchen Sie sich nicht darum zu sorgen, ob unter ihren Kontakten Personen sind, die Werbung massiv stört. Die haben einen Ad-Blocker aktiviert 😉