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Webradio und Musik-Streamingdienste: Radionutzung früher und heute

Radio hat eine ca. 90 Jahre lange Tradition in Deutschland. Bis in die 70er Jahre gehörte die gezielte Radionutzung, bei der extra für bestimmte Programme eingeschaltet und z. B. gemeinsam in der Familie im heimischen Wohnzimmer gehört wird, zum Alltag. Mit der Zeit jedoch änderten sich Programm (z. B. mehr Musik, Vielfältigkeit durch mehr Sender, private Sender) und die Nutzungsweisen. Die Nutzung ist so vor allem von der Mobilität geprägt. Ob im Auto, im Supermarkt oder bei der Arbeit: immer und überall ist die Nutzung möglich. Radio ist bis heute das meistgenutzte mobile Medium.

Laut der ma 2015 Radio I hören 78,3% der Deutschen täglich das Radio und das durchschnittlich vier Stunden am Tag. Wichtiges Attribut ist außerdem die Nebenbeinutzung. Meist läuft Radio im Hintergrund, während man anderen Beschäftigungen nachgeht. Für die Medienwirkung hat das natürlich einige Nachteile – die Flexibilität kann aber auch viele Vorteile haben.

Seit einigen Jahren nimmt die Nutzung von Online-Streaming-Diensten und Webradios enorm zu. Das Internet scheint das Radio als schnellstes und mobiles Medium überholt zu haben1. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 werden Anbieter wie Spotify oder Napster von 11 % der Onliner mindestens wöchentlich genutzt2. Damit ist die Audio- und Radionutzung noch flexibler und dynamischer. Hier entscheidet sich der Hörer noch viel mehr individuell und bewusst für den Sender, Musikgenres und sogar bestimmte Künstler und Songs. Vor allem in den jungen Zielgruppen sind die individualisierbaren Onlineformate teilweise beliebter als das konventionelle Radio. Aber auch immer mehr Radiosender bieten ihr Programm im Livestream und ihre Informationen online an. So haben Onlinenutzer unzählig viele Programme und Sender zur Auswahl – das Potenzial, alle persönlichen Musikgeschmäcker zu bedienen und das rund um die Uhr.

Eins wird bei dem kurzen Abriss deutlich: Radio ist und bleibt auch zu Zeiten des Internets ein sehr wichtiges Medium. Lediglich die Nutzungsgewohnheiten und die genutzten Kanäle verändern sich zum Teil stark über die Zeit.

Für Werbungtreibende Unternehmen bietet sich durch die Erweiterung der genutzten Kanäle vor allem die Chance, direkt auf die individuellen Nutzungsgewohnheiten und die differenzierte Nutzung zu reagieren und genau in den Umfeldern Werbung zu schalten, in dem sich die Zielgruppen aufhalten.

1http://www.planet-wissen.de/kultur/medien/geschichte_des_radios/index.html

2Koch, W. & Schröter, C. (2015). Audio, Musik und Radio bei Onlinern im Aufwind: Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015. Media Perspektiven 9, 2015, S. 366-377. Onliner verfügbar unter: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Onlinestudie_2015/0915_Frees_Koch.pdf.

Werbeplattform YouTube: Zielgruppen erreichen mit eigenen Videos oder über YouTube-Stars

Ca. 60% der deutschen Onliner nutzen regelmäßig Videoplattformen (Quelle: Statista.de). Weltweit meistgenutzt wird YouTube mit ca. einer Milliarde Nutzer (Quelle: YouTube.com). Mit verschiedenste Genres an Videos (z.B. Tutorials, politische Videos, Lifestyle oder Comedy) und Kanälen sprechen die sogenannten YouTuber die unterschiedlichsten Zielgruppen an und locken so auch Werber auf die Plattform.

Es gibt unterschiedlichste Werbeformen, die YouTube anbietet. Natürlich kann YouTube, wie andere Social Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter auch, zunächst einmal auch von Unternehmen kostenlos verwendet werden, um eigenen Content anzubieten und sich zu positionieren und mit den (potenziellen) Kunden in Interaktion zu treten. Der klare Vorteil von YouTube ist das Format der hochgeladenen Inhalte: Bewegtbildinhalte!  Videos können (Werbe)Botschaften noch emotionaler vermitteln und komplexere Produkte und Inhalte erklären. Die eigenen hochgeladenen Videos im eigenen Kanal können außerdem auf allen anderen sozialen Netzwerkseiten verlinkt werden. Wenn Sie eigene Videos auf YouTube hochladen, haben Sie die Chance, Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen und Produkte, sowie Ihre MitarbeiterInnen detaillierter vorzustellen und einen emotionaleren Einblick in die eigene Arbeit zu geben oder sich zu Ihren Themen als Experte zu positionieren.

Aber auch, wenn Sie keine Imagefilme und How-To-Videos produzieren und veröffentlichen wollen oder Ihnen die Ressourcen dazu fehlen, können Sie YouTube als Werbeplattform nutzen: Schalten Sie Ihre Werbespots vor oder während Videos der Plattform, die von besonders Reichweiten-starken Kanälen eingestellt wurden!

YouTube bietet das Schalten von Werbekampagnen an. Zielgruppen können besonders passgenau nach Alter, Geschlecht, Interessen und Standort bestimmt und ausgewählt werden. Da es so viele unterschiedliche Genres und YouTuber gibt, findet (fast) jeder Werbekunde den passenden Kanal für die eigenen Produkte!

Durch die Werbeschaltungen sind aus vielen YouTubern daher erfolgreiche Geschäftsleute geworden. Laut YouTube selbst gibt es bereits Tausende Kanäle, die mit ihren Videos so Einnahmen im sechsstelligen Bereich pro Jahr verdienen. Sobald diese neue Generation an Stars sich durch besonders viele Views und Abonnenten hervorgetan hat und YouTube auf sie aufmerksam geworden ist, wird auf ihren Kanälen und in den Videos Werbung geschaltet und die YouTuber verdienen. Einige solcher Stars arbeiten sogar mit Mediaagenturen zusammen, die für die Abwicklung der Verträge mit passenden Werbekunden zuständig sind.

Denn es gibt nicht nur die Möglichkeit der Schaltung von Werbespots, sondern auch des Sponsorings und Product Placements direkt in den Videos der Stars. Durch die hohe Reichweite und die meist sehr enge Bindung zu ihren (vor allem jugendlichen) Fans, haben die YouTuber eine enorme Vorbildwirkung – auch hinsichtlich der Kleidung, die sie tragen oder Produkten, die sie verwenden.

Wir finden, YouTube hat auf vielen Ebenen ein enormes Potenzial als Werbeplattform. Bislang ist ein Abbruch des Erfolgs von YouTube nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Nutzung von YouTube als Medium – zusätzlich zu klassischen Medien – wird weiter steigen und an Bedeutung gewinnen.

Sind Sie neugierig geworden und benötigen Beratung oder Unterstützung hinsichtlich der Produktion eigener Videos oder Werbeschaltungen auf Social-Networking-Sites, dann nehmen Sie gern Kontakt zu den MediaMaklern und Marklerinnen der RFM MediaMix AG auf!

Werbeplattform YouTube: Wodurch kennzeichnet sich die Nutzung?

Ca. 60% der deutschen Onliner nutzen regelmäßig Videoplattformen (Quelle: Statista.de). Weltweit meistgenutzt wird YouTube mit ca. einer Milliarde Nutzer (Quelle: YouTube.com). Mit verschiedensten Genres an Videos (z.B. Tutorials, politische Videos, Lifestyle oder Comedy) und Kanälen sprechen YouTube-Videos die unterschiedlichsten Zielgruppen an und locken so auch Werber auf die Plattform.

YouTube oder auch andere Videoplattformen stechen unter den sogenannten Social Networking Sites durch das Format der hochgeladenen und genutzten Inhalte heraus: Bewegtbildinhalte können besonders emotional, informativ und unterhaltsam sein. Anders jedoch als das traditionelle Medium Fernsehen können Inhalte zu jeder Zeit und beliebig oft rezipiert werden. Zudem lebt die Plattform regelrecht von der NutzerInnen-Interaktion und Teilnahme. Sei es durch bloßes Ansehen der Videos, was sich in den Views niederschlägt, durch das Vergeben von „Daumen hoch“ oder „Daumen herunter“, durch das Abonnieren von Kanälen oder gar durch noch aktivere Partizipation wie dem Kommentieren von Videos oder dem Erstellen von eigenem Video-Content.

Diese Attribute machen YouTube zu einem unschlagbaren Mitmach-Medium. Im traditionellen Fernsehen ist es immer noch kaum oder gar überhaupt nicht möglich, als NutzerIn so aktiv teilzunehmen und in direkten Dialog mit Medienproduzenten zu treten oder selbst zum Content-Produzenten zu werden!!

Ein weiterer Aspekt der Plattform, der die Nutzungsweise erheblich charakterisiert, ist die Möglichkeit gezielt nach Inhalten zu suchen und sich genau die Videos anzusehen, die von persönlichem Interesse sind und das auch noch genau zu dem Zeitpunkt, der den Nutzern in ihren persönlichen Tagesablauf passt. Auch die Nutzungsmotive sind individuell. Der Hauptgrund der Nutzung ist für 88% der Nutzer, unterhalten zu werden (siehe Abbildung). Ein weiterer erheblicher Nutzungsgrund ist der Drang, etwas zu lernen und interessante Informationen zu erhalten (65%). Für 50% der NutzerInnen spielen außerdem der Community-Gedanke und der gemeinsame Austausch auf YouTube eine große Rolle.

Gemeinsam haben die NutzerInnen meist, dass sie spezielle Interessen haben und die Videos rezipieren, weil ihr Involvement zu einem bestimmten Thema besonders hoch ist. Durch gezielte Werbung, können Werber daher ihre Zielgruppen genau dort abholen und ihre Werbung so platzieren, dass sie zu den Interessen der Nutzer passt.

Plakat goes online: Fünf Gründe für Ihre Werbung auf Websites

Heute gibt eine unzählige Vielzahl an Websites mit den unterschiedlichsten Nutzerkreisen. Reichweitenstarke Websites sind wirkungsvolle Werbeplattformen, um Produkte und Dienstleistungen zielgruppengenau und kostengünstig zu bewerben. Vor allem gegenüber traditioneller Plakatwerbung haben Online-Formate nun schlagende Vorteile.

Mit ca. 673 Millionen Websites weltweit (statista, 2013) und 54,2 Millionen Onlinenutzer in Deutschland (ARD/ZDF-Onlinestudie, 2013) gibt es fast nichts, was man im Internet nicht finden kann und fast jeder nutzt Websites. Nun hat sich auch die systematische Mediaplanung für Onlinewerbung etabliert und die Planung basiert auf echten Leistungsdaten. Werbung auf reichweitenstarken Websites und Internetangeboten haben daher ein großes Werbewirkungspotential. Nachdem lange Zeit Banner & Co. von Experten mit Skepsis in Bezug auf die Zielgruppenplanung gesehen wurden, wird Online-Werbung mittlerweile schon als neue Plakatwerbung gehandelt. Leistungswerte der einzelnen Websites können sicher ausgewertet werden und Werbungtreibende planen mit Rangreihen für Websites mit besten Affinitäten der Zielgruppen. Die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) veröffentlicht außerdem regelmäßige Vermarkter- und Werbeträgerrankings zur Orientierung.

Quelle: AGOF e. V. (2014). internet facts 2014-06 Retrieved 8. September, 2014

Das sollten Sie wissen:

5 Vorteile von Online-Werbung

  • Mit einem Klick kann der Nutzer aktiv werden und zur Website des beworbenen Produkts gelangen. Direkt mögliche Interaktivität ist ein entscheidender Vorteil von Online-Werbeformen.
  • Eine Vielzahl an unterschiedlichen Werbeformaten ist auf Websites möglich. Vom Banner zum Bewegtbild, Online wirkt und der TKP ist dazu noch kostengünstig. An die Großformate von Plakaten und City Light Postern kommen Online-Formate auf privaten PCs allerdings nicht heran.
  • Die Nutzerdaten für Websites sind deutlich zuverlässiger und genauer. Für jede Anzeige kann genau geplant werden und während sowie nach einer Kampagne errechnet werden, wer und wie viele Personen der Zielgruppe die Werbung gesehen und angeklickt haben. Diese Genauigkeit kann von Plakatwerbung nicht ermöglicht werden. Für Informationen mit einem starken regionalen und lokalen Bezug ist Plakatwerbung dennoch ein wichtiges Werbemedium, da Plakatflächen immer an genauen örtlichen Standpunkten gebucht werden.
  • Anders als bei Plakat- und Printwerbung, bei denen recht lange Vorlaufzeiten üblich sind, kann Online-Werbung auch spontaner gebucht und Änderungen realisiert werden.
  • Zu guter Letzt hat Online-Werbung einen entscheidenden Vorteil, der die Werbewirkung positiv beeinflusst. Werbung auf Websites wird anders als Plakate nicht im Vorbeigehen oder -fahren vom Rezipienten betrachtet und eher nicht in stressigen Situationen, sondern im privaten Umfeld zu Hause. Somit werden die besten Voraussetzungen für eine längere Betrachtungsdauer und eine hohe Werbewirkung erfüllt.

Der Vergleich von traditioneller Plakatwerbung und Online-Formaten zeigt somit deutlich, dass Online-Werbung im Sinne von Anzeigen und Banners etc. im MediaMix immer in Erwägung gezogen werden sollte. Durch gezielte Planung, die genau wie bei den klassischen Medien möglich ist, kann Onlinewerbung kostengünstig und auf den Fokus für mehr Kontakte in der eigenen Zielgruppe genutzt werden. Welche Möglichkeiten für Sie konkret sinnvoll sind, kann ein erfahrener Mediaplaner sehr schnell ermitteln. Fragen Sie nach!

Nutzerdaten aus Social Networks für Werbung sinnvoll nutzen, nicht ausnutzen!

Datenschutz ist ein großes Thema im scheinbar rechtsfreien Raum Facebook und Co. Doch zwischen der Sammlung von freiwilligen Nutzerangaben sowie sinnvollen Nutzung für Werbezwecke und dem Verkaufen der Daten an Dritte ist ein himmelweiter Unterschied. Sie können Nutzerdaten sozialer Netzwerke für Ihre zielgruppengenaue Werbung in den Networks und Ihren beruflichen Erfolg nutzen und bieten dem Rezipienten sogar noch einen Mehrwert damit.

Besonders Facebook macht als größtes soziales Netzwerk weltweit und etwa 27 Millionen Mitgliedern in Deutschland immer wieder als „Datenkrake“ Schlagzeilen wegen Vorwürfen über das Weiterverkaufen von Nutzerdaten an Dritte. Das verletzt zweifelsohne die Rechte der Nutzer. Die Sammlung der Nutzerdaten, die ein Nutzer freiwillig angibt und die im sozialen Netzwerk verbleiben, ist aber weniger ablehnend zu sehen. Eine kritische Sicht auf neue Medien und ein gewisses Maß an Medienkompetenz ist aber von jedem Mitglied in Social Networks gefragt und Voraussetzung!

Der Punkt ist doch, dass die vielen detailgenauen Daten über z.B. den Wohn- oder Aufenthaltsort der Nutzer, über Alter, Geschlecht und sogar die Interessen, in sozialen Netzwerken präziser sind als Mediadaten aller anderer Werbeträgermedien. Und hier liegt für Unternehmen und Dienstleister schließlich die Stärke dieser Medienangebote. Sie können zur Planung von sehr zielgenaue Werbeanzeigen und Kampagnen genutzt werden. Im Planungstool, welches meist direkt in das Netzwerk integriert ist, kann die Zielgruppeeiner Kampagne, die mit der Anzeige angesprochen werden soll, aufs Genaueste eingegrenzt werden.

Die Daten der Nutzer verbleiben also hierbei im sozialen Netzwerk. Welche Personen ganz genau erreicht werden weiß man als Werbetreibender nicht, wohl aber, dass die Kontakte zur selbst eingegrenzten Zielgruppe gehören. Nicht nur für die Werbende, die mit dieser Planung nahezu keine Streuverluste an Kontakten hinnehmen müssen, die Kampagne jederzeit anpassen und stoppen können und bereits während der Laufzeit die Statistiken einsehen können, bieten die Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken einen Vorteil.

Persönliche Bedürfnisse der Nutzer

Die Nutzer profitieren ganz klar von der gezielten Werbung, da sie ist auf ihre persönlichen Bedürfnisse und Interessen abgestimmt ist. Sie erhalten keine Anzeigen, zu deren Zielgruppe sie nicht gehören und die sie demnach eher nicht interessieren. In den meisten Medien ist eben diese Ansprache der Zielgruppe ins Genaueste nicht (noch) möglich. Es besteht also eine Win-win-Situation zwischen Werbetreibenden und Konsumenten (oder gar eine Win-win-win-Situation, wenn man das soziale Netzwerk selbst noch mitzählt).

Übrigens brauchen Sie sich nicht darum zu sorgen, ob unter ihren Kontakten Personen sind, die Werbung massiv stört. Die haben einen Ad-Blocker aktiviert 😉

Keine Angst vor Kommentaren! Mehrwert aus dem Konsumenten-Dialog im Social Web

Im Social Web tauschen sich unzählige Nutzer über alle möglichen Themen aus. Nicht zuletzt wird auch über Produkte, Marken, Unternehmen und Dienstleister diskutiert. Immer wieder hört Marketing-Spezialist Sebastian Reif die Ängste der Unternehmen, die sich lieber aus sozialen Netzwerken heraushalten möchten. Diese Ängste sind zwar nicht unbegründet aber oft übertrieben, denn Sie können die Diskussionen der Nutzer für sich nutzen. Richtig gemacht ist es letztlich ein spannender Werbekanal.

Das Internet ist schon längst kein reines Informationsmedium mehr. Vielmehr ist es ein interaktives Mitmachnetz, in dem sich eine große Vielzahl an Menschen austauscht. Für jedes nationale und internationale Unternehmen gehört es beinahe zum guten Ton, sich in Social Networks und Co. zu präsentieren und aktiv zu sein*. Und trotzdem ist die Angst vor Social Media Kanälen in vielen Köpfen der Entscheider von kleinen und mittleren Unternehmen noch so tief verankert. Schließlich hört man doch immer wieder von großen „Shitstorms“ im Internet, die das Image von Unternehmen und Marken tiefgreifend schädigen. Ausgelöst wird diese Welle der Entrüstung von negativen Kommentaren von Nutzern und den Kommunikationsfehlern der Unternehmen selbst. Wie reagiere ich sinnvoll?

  1. Schnelle Reaktion

Kein Unternehmen reißt sich um diese Art von Aufmerksamkeit, so viel ist klar. Allerdings kann auch dann negative Kritik über Sie, Ihre Dienstleistung oder Ihr Unternehmen in Onlineportalen ihre Kreise ziehen, wenn Sie NICHT selbst darin vertreten und anwesend sind. Erst dann wird das Ausmaß der Folgen nämlich unüberschaubar, denn eines ist sowohl bei negativer als auch bei positiver Resonanz im Netz besonders wichtig: eine möglichst schnelle Reaktion. Damit können erhitzte Gemüter leichter wieder heruntergekocht werden.

  1. Diskussionen für sich nutzen

Ein verbreiteter Irrglaube ist, dass Internetuser sich nur negativ über Unternehmen und Dienstleistungen äußern. Natürlich ist es bei den beiden Extremen (besonders positive und besonders negative Meinungen) wahrscheinlicher, dass man den Schritt an die Öffentlichkeit wagt. Beide Seiten kann man aber als Grundlage für sich nutzen und danach eigene Reaktionen und Aktionen planen. Besonders die kommunikativen Fans müssen dabei motiviert und für Ihre Treue belohnt werden. Deren Kommunikation ist schließlich Ihre Werbung. Hier gelten die gleichen Mechanismen wie in der Kommunikation von Mensch zu Mensch.

  1. Diskussion lenken

Bei allen aufkommenden Diskussionen ist es also wichtig, dass Sie vor Ort sind und eine moderierende Funktion übernehmen. Sowohl auf Fragen, als auch auf negative Kommentare sollten Sie stets sachlich und kompetent antworten. Das Löschen von negativen Kommentaren ist generell nicht empfehlenswert. Wenn überhaupt ist das nur bei nachweislich falschen, rufschädigenden Tatsachenbehauptungen zu erwägen. Zensur wirkt im Internet, dem Raum der Meinungsfreiheit, kontraproduktiv.

  1. Kundenbindung und-gewinnung

Wenn Sie diese Grundregeln befolgen und Ihren Kunden und Interessenten mit einem offenen Ohr entgegentreten, werden Sie bestehende Kunden enger binden und neue Kunden gewinnen können.

Haben Sie also keine Angst, sondern präsentieren Sie sich auch im Social Web selbstbewusst und als Spezialist Ihres Fachs.

 

*Hier vorausgesetzt wird, dass Unternehmen, welche eigene Kanäle betreiben, die personellen Ressourcen dafür besitzen. Ist dies nicht der Fall, raten wir davon ab.

Anzeigenkampagnen in sozialen Netzwerken: So wird die gewünschte Aktivität beim Konsumenten ausgelöst

Soziale Netzwerke sind inzwischen vielgenutzte Kommunikationskanäle, aber auch wirkungsvolle Werbeplattformen, um Produkte und Dienstleistungen zielgruppengenau und kostengünstig in Online-Anzeigen zu bewerben. Je nach Kampagnenziel sollen durch die Anzeigen über einen Kommunikations-Flow in mehreren Schritten beim Interessenten Aktivitäten ausgelöst werden.

Der Markt der Social Networks boomt. Hier tummelt sich eine Vielzahl von Nutzern, die bereitwillig Informationen über ihre eigene Person preisgeben. Mit Hilfe der Nutzerdaten können Werbetreibende in sozialen Netzwerken ganz gezielte und relativ kostengünstige Werbeanzeigen schalten, die einen Kommunikations-Flow auslösen. Im Ergebnis Endet dieser mit einer eigenen Aktivität des Konsumenten.

Sobald Sie wissen, dass und in welchem Social Network (Business-Netzwerk wie XING oder privates Netzwerk wie Facebook) Ihre Zielgruppe aktiv ist, sollten Sie darüber nachdenken, ob Sie den Versuch wagen möchten, hier auf sich aufmerksam zu machen. Für Finanzdienstleister besonders interessant ist die Tatsache, dass in den meisten Netzwerken nicht pro Kontakt, sondern pro Klick bezahlt wird. Das hat den Vorteil, dass vielen Kontakten Ihrer Zielgruppe die Anzeige angezeigt wird, sie also potenziell gesehen wird. Nur dann, wenn Personen Ihre Anzeige anklicken, um weitere Informationen zu erhalten, wird Ihr eingestelltes Werbebudget verbraucht. Meist geht man von einer CTR (Click-Through-Rate) von ungefähr 0,2% der Kontakte aus.

Artikel3_KommunikationsflowAls Weiterleitung der Anzeige nach dem Klick haben Werbetreibende meist zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man auf die eigene Social Media Seite bzw. das eigene Profil verweisen, zum anderen auf eine Website. Welche Option gewählt wird, richtet sich nach dem Kampagnenziel. Entscheidend ist ebenso, welche Aktivität beim Interessenten ausgelöst werden soll. Soll der Dialog in sozialen Netzwerken angeregt oder intensiviert werden, bleibt die Kommunikation zunächst auf das Netzwerk beschränkt. Interessenten können sich über Sie und Ihre Dienstleistung weitere Informationen einholen, Ihre Social Media Seite „liken“, Ihnen ein Kommentar oder eine Bewertung hinterlassen, Sie weiterempfehlen oder direkt zu Ihnen Kontakt aufnehmen. Nutzer werden sich zudem untereinander austauschen und Sie können diese Diskussion moderieren. Die andere Möglichkeit ist über die Anzeige auf die eigene Website oder eine Landingpage zu verlinken, die z.B. spezielle Angebote enthält. Hier kann der Effekt der Anzeigenschaltung ganz konkret gemessen werden.

Nutzen Sie das Potenzial von Social Networks für Ihren geschäftlichen Erfolg. Viele erfolgreiche Unternehmen profitieren bereits davon.